Baufortschritte in Chabalisa

Hallo liebe Leserschaft,

seit wir vor drei Wochen mit den Bauarbeiten am und im Haus begonnen haben, hat sich schon viel getan. Die Flächen um das Haus herum haben wir von Gestrüpp, Müll und Bauschutt befreit. Dieser Arbeitsschritt war enorm wichtig um nachfolgende Arbeiten wie das Verputzen der Außenfassade oder das Einsetzen von Fenstern mühelos durchführen zu können. Aufgrund der starken Regenfälle erwies es sich zudem als äußerst sinnvoll, einen ordentlichen Aufgang ins Gebäude als auch einen Zugang zur Baustelle anzulegen. Als Rampe dienen nun drei Betonelemente, die zuvor zu diesem Zweck angefertigt wurden. Die heftigen Regengüsse sind zum einen enorm wichtig für den Obst- und Gemüsegarten auf dem Gelände, führen zum anderen jedoch dazu, dass der Boden ziemlich matschig und rutschig ist. Um dem entgegenzuwirken, haben wir den Weg zum Gebäude mit den Steinchen ausgelegt, die wir aus dem Sand zuvor ausgesiebt haben. Das Sieben stellt eine anstrengende und schweißtreibende Arbeit dar, weil zwischen den Regenfällen die tansanische Sonne ziemlich stark scheint. Sonnencreme und Kopfbedeckung zählen daher zu unseren wichtigsten Ausrüstungsgegenständen.

Rampe am Gebäudeeingang

Parallel zu den Aufräumarbeiten um das Haus waren im Inneren Zimmermänner und Maurer mit dem Innenausbau beschäftigt. Werkzeug und Material dafür waren zum Großteil bereits vor Ort vorhanden, denn Babu John hatte bereits für die Fertigstellung des Haupthauses die notwendigen Baustoffe und Werkzeuge in Containern gelagert. Alle weiteren Materialien, wie Deckenplatten, Gips, Bordürren oder Glas für die Fester haben wir am Wochenende bei Händlern in Omurushaka und Kayanga gekauft.  Während die Zimmerer seit Baubeginn mit der Lattung für die Zwischendecke beschäftigt sind, haben die Maurer bislang vielfältige Arbeiten ausgeführt. Bisher wurden die bereits vorhandenen Türrahmen ordentlich eingebaut, die drei existierenden Fenster von außen verputzt, sowie nicht verputze, als auch zuvor unsauber gearbeitete Mauerwände fertigstellt und ausgebessert. Derzeit sind die Maurer mit dem Hochziehen einer „Feuerschutzwand“ beschäftigt. Diese soll den hinteren, sich noch im Rohbau befindenden Gebäudeteil komplett von dem vorderen Teil, den wir derzeit fertigstellen, abgrenzen. Da unsere finanziellen Mittel als auch unsere Zeit hier in Tansania begrenzt sind, stellen wir vorerst nur den vorderen Gebäudeteil fertig. Hier sollen im Februar schon die Kinder einziehen.

Mischen des Mörtels
Zuschneiden der Lattung für die Zwischendecke / Einsetzen eines Türrahmens
Fertig verputzter Durchgang zum Sanitärbereich
Einsetzen eines Türrahmens zur Schwesternwohnung
Fertig verputzter Fenster-Metallrahmen

Alle angestellten Arbeiter stammen aus der unmittelbaren Umgebung. Gearbeitet wird fünf Tage die Woche von 7:00 -17:00 Uhr. Wir versuchen ebenfalls viele Arbeiten an lokale Handwerker aus Chabalisa zu vergeben, um die Leute in dem Dorf zu unterstützen. So werden zum Beispiel die Metallrahmen aller Fenster in Chabalisa angefertigt. Die Holztürrahmen als auch die Türen selbst werden von unseren Zimmermännern angefertigt, sobald diese die Lattung für die Zwischendecke im gesamten Gebäude angebracht haben. Der Mangel an Arbeitsplätzen in dieser Region wird uns jeden Morgen deutlich, wenn wir eine Reihe von Männern nach Hause schicken müssen, die in Hoffnung auf Arbeit schon früh den Weg zu unsrer Baustelle gesucht haben.

Mauerarbeiten an der „Feuerschutzwand“
Unser Maurer Albert bei der Arbeit
Der Maurer Foti bei der Arbeit an der „Feuerschutzwand“
Unser Maurer Renatus beim Mauern der „Feuerschutzwand“

In den kommenden Tagen müssen wir uns dringend um einen guten Elektriker kümmern. Wir sehen vor, dafür den Handwerker anzustellen, der bereits für die Elektrik am Kirchengelände in Kayanga verantwortlich war. Wir freuen uns sehr, dass Pater Hans uns ziemlich spontan einen Akkuschrauber aus Österreich mitgebracht hat. Mit diesem können wir die Deckenplatten nächste Woche an der Lattung anbringen. Unsere Bemühungen einen Akkuschrauber in Bukoba, der nächstgrößeren Stadt, die zwei Autofahrtstunden entfernt liegt, zu besorgen, blieben erfolglos. Am Donnerstagmorgen werden die restlichen Baumaterialien, die wir am Wochenende erworben haben und die nicht in das private Auto von Babu John gepasst haben, mit einem Lkw auf die Baustelle transportiert. Wir hoffen es läuft alles nach Plan. Über alle weiteren Fortschritte der nächsten Wochen halte ich euch natürlich auf dem Laufenden.

Liebe Grüße aus Tansania

Eure Kathi

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